Schützenfamilie

Hubertus-Schützen feierten Jubiläumsfest

100 Jahre St. Hubertus Schützen in Mehlbruch-Gieslenberg – das musste gefeiert werden! Am 19. Juni 2026 – genau ein Jahrhundert nach Vereinsgründung – war es soweit – in unserer Vereinsheimat an der Rheindorfer Straße 187 empfing unsere Bruderschaft zahlreiche Gäste aus der Politik, dem Stadtleben, dem Schützenwesen sowie von befreundeten Bruderschaften zur großen Jubiläumsfeier – darunter Bürgermeister Gerold Wenzens, Landtagsabgeordnete Claudia Schlottmann, Landrätin Bettina Warnecke sowie Bundesschützenmeister Robert Hoppe und Bezirksbundesmeister Mathias Tennior. Musikalisch begleitet wurde unser Festakt von der Feuerwehrmusikkapelle Opladen.

„Dass unser Festakt ausgerechnet genau auf das gleiche Datum fällt, wie unser Gründungstag vor 100 Jahren, ist tatsächlich Zufall“, sagte Raimund Zimmermann. „Wir hatten nach einem Termin nahe unseres Schützenfestes gesucht – und der Freitag in der Woche davor war perfekt geeignet. Dass es ausgerechnet dann auch noch der 19.6. war – perfekter geht es ja kaum. Ich freue mich schon auf einen würdigen Festakt!“, so unser Brudermeister zu Beginn der Veranstaltung.

„Ich glaubte früher an das Klischee, Schützenvereine seien Altherrenklubs“, sagte Gerold Wenzens in seiner Rede: „Doch ein Besuch auf Ihrem Schützenfest vor einem Jahr hat mich eines besseren belehrt. Wenn erwachsene Männer vor Rührung weinen – und die anderen finden das toll: Dann ist man zu Hause“, so der Bürgermeister, der im Namen von Rat und Verwaltung gemeinsam mit dem Traditionspaar der Stadt Langenfeld seine Glückwünsche aussprach.

Zu den weiteren Rednerinnen und Rednern gehörte auch Claudia Schlottmann (CDU): „Gerade in einer Zeit, in der vieles schnelllebiger und anonymer wird, sind Vereine wie die St. Hubertus Schützenbruderschaft von unschätzbarem Wert. Sie geben Heimat, vermitteln Zugehörigkeit und zeigen, wie wichtig ehrenamtliches Engagement für ein lebendiges Miteinander ist.“ Nach ihrer Rede überreichte die Landtagsabgeordnete in Vertretung der an diesem Tage erkrankten Ministerin Ina Scharrenbach unserer Bruderschaft die Ehrenplakette des Landes NRW.

Die christliche Verantwortung der Schützenbruderschaften stellten Bundesschützenmeister Robert Hoppe und Bezirksbundesmeister Mathias Tennior in ihren Reden heraus: „Schützenbruderschaften bestehen seit
Jahrhunderten. Und seit ihrer Gründung haben sich die Bruderschaften bewusst an die Kirche gebunden. Als Ausdruck dieser Bindung lassen sich bis heute viele Aktionen, wie Teilnahme an Prozessionen,
Unterstützung der Pfarren und caritativen Hilfsaktionen feststellen. Das ist nicht nur eine wichtige Aufgabe, sondern auch eine große Chance für die Zukunft unserer Bruderschaften. Konkret heißt das in diesen Tagen: Helfen wir vor Ort aber auch dort, wo im Kreis unserer Schützenfamilie Not herrscht“, so Robert Hoppe.

Mathias Tennior ergänzte: „Auch wenn eure Bruderschaft im Vergleich zur jahrhundertealten Tradition des Schützenwesens zu den jüngeren Gemeinschaften zählt, habt ihr in diesen 100 Jahren etwas geschaffen, das man nicht einfach in Jahres zahlen messen kann: eine lebendige, herzliche und werteorientierte Gemeinschaft, die fest in unserem Bezirk verwurzelt ist. Besonders beeindruckt mich, wie viel Kraft und Zukunftsorientierung in eurer Arbeit steckt. Eure hervorragende Jugendarbeit ist dafür ein leuchtendes Beispiel. Ihr schafft Räume, in denen junge Menschen Verantwortung übernehmen und Gemeinschaft erleben. Damit tragt ihr nicht nur zur Zukunft eurer eigenen Bruderschaft bei, sondern stärkt das gesamte
Schützenwesen in unserem Bezirk. Die Verbindung zwischen euch und dem Bezirksverband ist über die Jahre stetig gewachsen. Sie lebt von gegenseitiger Unterstützung, von gemeinsamen Festen und Wettkämpfen und von einem Miteinander, das weit über organisatorische Aufgaben hinausgeht. Denn nur gemeinsam im großen Schützenwesen sind wir eine starke Gemeinschaft.“

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