{"id":34,"date":"2024-04-12T12:32:27","date_gmt":"2024-04-12T12:32:27","guid":{"rendered":"http:\/\/2025.schuetzen-mehlbruch.de\/?page_id=34"},"modified":"2024-04-12T12:32:27","modified_gmt":"2024-04-12T12:32:27","slug":"bruderschaft","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/schuetzen-mehlbruch.de\/?page_id=34","title":{"rendered":"Bruderschaft"},"content":{"rendered":"\n<p>Im Jahre 1925 bildete sich innerhalb der seit 1468 existierenden Reusrather St. Sebastianus Bruderschaft die Barbara-Kompanie. Dadurch ergab sich bei den Sch\u00fctzenbr\u00fcdern aus Mehlbruch und Gieslenberg der Wunsch, f\u00fcr diesen Ortsteil ebenfalls eine eigene Kompanie ins Leben zu rufen. Die Sch\u00fctzen Franz Altenbach, Peter Kiwitt, Josef Scheu\u00df und Heinrich Wimmer luden einige weitere Sch\u00fctzen zu einer Vorbesprechung in die \u201eWaldschenke&#8220; (bis vor wenigen Jahren \u201eRheindorfer 240\u201c) ein. Es wurde einstimmig die Bildung einer eigenen Kompanie beschlossen. Die St. Sebastianus-Sch\u00fctzenbruderschaft Reusrath erkl\u00e4rte sich jedoch mit der Bildung einer neuen Kompanie nicht einverstanden. Dies f\u00fchrte auf der Versammlung am 19. Juni 1926 in der \u201eWaldschenke\u201c zur Gr\u00fcndung des&nbsp;<em><strong>\u201eHubertus Sch\u00fctzenverein Mehlbroich-Gieslenberg\u201c,<\/strong>&nbsp;<\/em>dem sich sofort 52 Mitglieder anschlossen. Im Gr\u00fcndungsvorstand waren u.a. Josef Scheu\u00df als erster Pr\u00e4sident, Hubert Cohnen als sein Stellvertreter sowie Franz Altenbach als Schriftf\u00fchrer.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch in der Gr\u00fcndungsversammlung wurden die wichtigsten Statuten festgelegt, so u.a., da\u00df nur M\u00e4nner aufgenommen werden, die einen unbescholtenen Ruf besitzen und im Schulbezirk der Gieslenberger Schule wohnen, d.h. in den Ortsteilen Mehlbruch-Gieslenberg, Kalkhecke, Neurath und Voigtslach, das 21. Lebensjahr erreicht und das 60. noch nicht \u00fcberschritten haben. Der Mitgliedsbeitrag betrug 1 Reichsmark im Vierteljahr.<\/p>\n\n\n\n<p>Das erste K\u00f6nigsschie\u00dfen fand am 19. September 1926 beim Sch\u00fctzenbruder Johann Gladbach in Voigtslach statt. Im Protokollbuch wurde dazu folgendes festgehalten:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDie Sch\u00fctzen zogen an diesem Tage Punkt 2 Uhr zur Voigtslach, wo am Morgen schon die n\u00f6tigen Vorbereitungen getroffen waren. Da die Tage schon sehr kurz sind, mu\u00dfte sofort mit dem Schie\u00dfen begonnen werden. Geschossen wurde mittels geschlossener Liste, au\u00dferdem gab es noch ein Preisschie\u00dfen. Die Bedingungen waren folgende: Jedes verheiratete Mitglied mu\u00df die K\u00f6nigsw\u00fcrde anerkennen, ein unverheiratetes Mitglied kann, wenn der Vater Mitglied ist, auf denselben die K\u00f6nigsw\u00fcrde \u00fcbertragen, andernfalls kommt die n\u00e4chste Nummer an die Reihe. Der Sch\u00fctzenk\u00f6nig bekommt als Verg\u00fctung RM 100, davon werden beim ersten K\u00f6nigsschie\u00dfen RM 20 und beim n\u00e4chsten Sch\u00fctzenfest RM 80 ausgezahlt. W. P\u00fcllen jr. holte den K\u00f6nigsvogel mit dem 34. Schu\u00df herunter. Nach \u00d6ffnung des versiegelten Umschlages wurden 34 Sch\u00fcsse auf die im Umschlag befindliche Nr. 44 ausgez\u00e4hlt und Peter Hucklenbroich als 1. Sch\u00fctzenk\u00f6nig der Hubertus-Sch\u00fctzen ausgerufen. Der Sch\u00fctzenk\u00f6nig wurde mit Fackelzug zur Schwemmkaul geleitet.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/schuetzen-mehlbruch.de\/schuetzen\/bilder\/js1956.jpg\" alt=\"Bruderschaftsbild\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Vom 02. bis 04. Juli 1927 wurde das erste Sch\u00fctzenfest gefeiert. Gegen\u00fcber der Gastst\u00e4tte&nbsp;<em>&#8222;Zur Schwemmkaul&#8220;&nbsp;<\/em>konnte der in Eigenbau errichtete Scheiben-Schie\u00dfstand eingeweiht werden. Die Sch\u00fctzen richteten mit der Lehrerschaft der Schule erstmals den St. Martinszug aus und kauften daf\u00fcr die Kost\u00fcme f\u00fcr St. Martin und seine Begleiter aus der Sch\u00fctzenkasse. Eine Jungsch\u00fctzengruppe mit 23 Mitgliedern und ein Tambourkorps wurden gegr\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahre 1928 beschloss die Generalversammlung als \u00e4u\u00dferes Zeichen der Zusammengeh\u00f6rigkeit eine Vereinsfahne anzuschaffen, die auf der Vorderseite das Emblem des Heiligen Bischof Hubertus mit dem kreuztragenden Hirsch und auf der R\u00fcckseite die Inschrift:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>&#8222;Einer f\u00fcr Alle &#8211; Alle f\u00fcr Einen&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>tr\u00e4gt. Am 06. Mai wurde die neue Fahne unter gro\u00dfer Beteiligung der Bev\u00f6lkerung durch Pfarrer Miebach in der St. Barbara Kirche zu Reusrath geweiht. Zu diesem Anlass wurde auch die erste Festschrift der Vereinsgeschichte herausgegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>1936 teilte die geheime Staatspolizei mit, dass Sch\u00fctzenbruderschaften als kirchlich konfessionelle Vereine anzusehen waren und dass ein \u00f6ffentliches Auftreten nicht mehr erlaubt war. Entgegen diesem Verbot wurde dennoch im Juli das 5. Sch\u00fctzenfest in alter Form mit Festgottesdienst gefeiert. Die K\u00f6nigsw\u00fcrde errang Johann Wadenpohl mit seiner Gattin Helene. Das Patronatsfest wurde verboten, weil damit ein Gottesdienst und die Gefallenenehrung verbunden war. Trotzdem wurde der Gottesdienst, ohne Sch\u00fctzentracht, und eine Feier zu Ehren des Heiligen Bischof Hubertus durchgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem auch die f\u00fcr den St. Martinszug gesammelten und f\u00fcr die Schulkinder bestimmten T\u00fcten und Weckm\u00e4nner auf Anordnung der NSDAP durch die Polizei beschlagnahmt wurden, stellte die Bruderschaft ihr Eigentum sicher und ihre T\u00e4tigkeit bis auf weiteres ein. Dann brach eine Zeit herauf, die sich wie ein Schatten auf das Bruderschaftsleben legte und ihre Existenz bedrohte: Die Bruderschaft wurde formell aufgel\u00f6st, ihre f\u00fchrenden Mitglieder arbeiteten jedoch im Stillen weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Heinrich Krings wurde 1944 neuer Brudermeister.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 15. April 1945 rollten amerikanische Panzer \u00fcber die Rheindorfer Stra\u00dfe. Die nationalsozialistische Diktatur fand damit ihr Ende.<br>Das erstes \u00f6ffentliche Auftreten folgte zum Fronleichnamsfest. Die gro\u00dfe Beteiligung zeigte, wie sehr ein Ende des unheilvollen Krieges und der Diktatur herbeigesehnt worden war.<\/p>\n\n\n\n<p>Die erste Mitgliederversammlung nach dem Kriege fand im Jahr 1946 statt. Die Bruderschaft wurde von der britischen Milit\u00e4rregierung anerkannt.<\/p>\n\n\n\n<p>1947 wurde der Name in&nbsp;<em><strong>St. Hubertus-Sch\u00fctzenbruderschaft&nbsp;<\/strong><\/em>ge\u00e4ndert. Im Jahre 1948, nach Durchf\u00fchrung der W\u00e4hrungsreform (Beginn der Deutschen Mark), betrug der Kassenbestand DM 22,30. Mit 20 Sch\u00fctzen nahm die Bruderschaft an der 700-Jahr-Feier des K\u00f6lner Doms teil. Das erste Sch\u00fctzenfest nach dem Krieg konnte die Bruderschaft im Jahr 1949 feiern. Das Ausschie\u00dfen der K\u00f6nigsw\u00fcrde war von der Milit\u00e4rregierung noch verboten, so da\u00df man sich entschlo\u00df, zur Ermittlung des K\u00f6nigs das Losverfahren durchzuf\u00fchren. Das Los fiel auf Hubert Cohnen, der damit Johann Wadenpohl nach 13j\u00e4hriger Regentschaft (1936-49) als K\u00f6nig abl\u00f6ste.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit dem Jahr 1953 wird derjenige Sch\u00fctzenk\u00f6nig, der den K\u00f6nigsvogel herunterschie\u00dft; so ist es bis heute geblieben. Im Jahr 1958 wurde Johann Gladbach neuer Brudermeister. Erstmals nach dem Kriege konnte das Sch\u00fctzenfest 1959, nach 23 Jahren, wieder im Saale Schopen (Schwemmkaul) gefeiert werden; bis dahin bot er noch Fl\u00fcchtlingen eine Unterkunft. Am 29. Mai 1962 wurde die St. Sebastianus-Glocke aus der Mutterpfarre St. Barbara unter Begleitung des Tambourkorps und der Sch\u00fctzen von St. Hubertus und St. Sebastianus nach Gieslenberg geholt und dort auf dem Grundst\u00fcck aufgestellt, wo sie dann am 03. Juni die Feier zum 1. Spatenstich f\u00fcr die Kirche St. Gerhard einl\u00e4utete. Am 08. November 1964 wurden die f\u00fcr St. Gerhard bestimmten 5 Bronzeglocken geweiht. Die 4. Glocke ist dem Patron der St. Hubertus-Sch\u00fctzenbruderschaft gewidmet und tr\u00e4gt folgende Inschrift:<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;St. Hubertus, der ein Bischof war,<br>bitte f\u00fcr die Junge M\u00e4nner Schar,<br>die sich um Christi Thron gesellen,<br>und sich der Not der Zeiten stellen.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Zu Weihnachten wurde die Kirche von Pfarrer Josef Ravens im Auftrag des Bischofs gesegnet und die erste Hl. Messe gefeiert. Von da an konnten alle Veranstaltungen rund um das Sch\u00fctzenfest (Gottesdienst, Schie\u00dfen, Abendveranstaltungen) vor Ort abgehalten werden. Seit 1969 finden die Sch\u00fctzenfeste j\u00e4hrlich statt. Josef Maus wurde von der Generalversammlung zum neuen Brudermeister gew\u00e4hlt. 1973 erfolgte der Eintrag der Bruderschaft ins Vereinsregister. Anfang 1974 wurde der Saal Schopen, \u00fcber Jahrzehnte unser Festsaal, geschlossen. Die Sch\u00fctzenfeste wurden vor\u00fcbergehend in einem Zelt gefeiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem 1974 der neue Aussenschie\u00dfstand auf dem Gel\u00e4nde hinter der &#8222;alten Schule&#8220; fertig gestellt wurde, richtete die Bruderschaft im Jahre 1975 das Bundesfest des Bezirks Rhein\/Wupper-Leverkusen aus. Zum 50j\u00e4hrigem Jubil\u00e4um 1976 z\u00e4hlte die Bruderschaft 100 Altsch\u00fctzen und 39 Jung- und Sch\u00fclersch\u00fctzen. Mit gro\u00dfem Anteil an Eigenleistungen der Sch\u00fctzen wurde 1977 die Hubertushalle fertiggestellt. Seitdem ist sie unser neues Zuhause und alle Feste der Bruderschaft werden dort abgehalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Walter Hartmann l\u00f6ste 1983 Josef Maus als Brudermeister ab; der wiederum 1989 das Amt an Rainer Maus abgab. Rainer Maus wurde somit zum 5. Brudermeister der Hubertussch\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>2001 wurde das 75j\u00e4hrige Jubil\u00e4um gefeiert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/schuetzen-mehlbruch.de\/schuetzen\/bilder\/schuetzen2001.jpg\" alt=\"Bruderschaftsbild\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Nach Gesetzes\u00e4nderungen im Jahr 2006 durfte der Aussenschie\u00dfstand in der vorhandenen Form nicht mehr benutzt werden. Vorr\u00fcbergehend wurde f\u00fcr das K\u00f6nigsschie\u00dfen ein fahrbarer Schie\u00dfstand bei den Reusrather Sch\u00fctzen geliehen. 2007 stand ein F\u00fchrungswechsel bei den Hubertus-Sch\u00fctzen an: Nach 18 Jahren trat Rainer Maus nicht wieder zur Wahl des Brudermeisters an. Sein Nachfolger wurde Heinz-Dieter Markett.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Umbau des Aussenschie\u00dfstand wurde fertig gestellt. Bei der Generalversammlung 2013 stand Heinz-Dieter Markett als Brudermeister nicht mehr zur Verf\u00fcgung. Brudermeister wurde Raimund Zimmermann.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Generalversammlung am 19. M\u00e4rz 2016 wurde nach vielen vorausgegangenen Diskussionen eine Satzungs\u00e4nderung beschlossen: Von nun an k\u00f6nnen auch Frauen ative Mitglieder in der Bruderschaft werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahre 1925 bildete sich innerhalb der seit 1468 existierenden Reusrather St. Sebastianus Bruderschaft die Barbara-Kompanie. Dadurch ergab sich bei den Sch\u00fctzenbr\u00fcdern aus Mehlbruch und Gieslenberg der Wunsch, f\u00fcr diesen Ortsteil ebenfalls eine eigene Kompanie ins Leben zu rufen. Die Sch\u00fctzen Franz Altenbach, Peter Kiwitt, Josef Scheu\u00df und Heinrich Wimmer luden einige weitere Sch\u00fctzen zu einer Vorbesprechung in die \u201eWaldschenke&#8220; (bis vor wenigen Jahren \u201eRheindorfer 240\u201c) ein. Es wurde einstimmig die Bildung einer eigenen Kompanie beschlossen. Die St. Sebastianus-Sch\u00fctzenbruderschaft Reusrath erkl\u00e4rte sich jedoch mit der Bildung einer neuen Kompanie nicht einverstanden. Dies f\u00fchrte auf der Versammlung am 19. Juni 1926 in der \u201eWaldschenke\u201c zur Gr\u00fcndung des&nbsp;\u201eHubertus Sch\u00fctzenverein Mehlbroich-Gieslenberg\u201c,&nbsp;dem sich sofort 52 Mitglieder anschlossen. Im Gr\u00fcndungsvorstand waren u.a. Josef Scheu\u00df als erster Pr\u00e4sident, Hubert Cohnen als sein Stellvertreter sowie Franz Altenbach als Schriftf\u00fchrer. Noch in der Gr\u00fcndungsversammlung wurden die wichtigsten Statuten festgelegt, so u.a., da\u00df nur M\u00e4nner aufgenommen werden, die einen unbescholtenen Ruf besitzen und im Schulbezirk der Gieslenberger Schule wohnen, d.h. in den Ortsteilen Mehlbruch-Gieslenberg, Kalkhecke, Neurath und Voigtslach, das 21. Lebensjahr erreicht und das 60. noch nicht \u00fcberschritten haben. Der Mitgliedsbeitrag betrug 1 Reichsmark im Vierteljahr. Das erste K\u00f6nigsschie\u00dfen fand am 19. September 1926 beim Sch\u00fctzenbruder Johann Gladbach in Voigtslach statt. Im Protokollbuch wurde dazu folgendes festgehalten: \u201eDie Sch\u00fctzen zogen an diesem Tage Punkt 2 Uhr zur Voigtslach, wo am Morgen schon die n\u00f6tigen Vorbereitungen getroffen waren. Da die Tage schon sehr kurz sind, mu\u00dfte sofort mit dem Schie\u00dfen begonnen werden. Geschossen wurde mittels geschlossener Liste, au\u00dferdem gab es noch ein Preisschie\u00dfen. Die Bedingungen waren folgende: Jedes verheiratete Mitglied mu\u00df die K\u00f6nigsw\u00fcrde anerkennen, ein unverheiratetes Mitglied kann, wenn der Vater Mitglied ist, auf denselben die K\u00f6nigsw\u00fcrde \u00fcbertragen, andernfalls kommt die n\u00e4chste Nummer an die Reihe. Der Sch\u00fctzenk\u00f6nig bekommt als Verg\u00fctung RM 100, davon werden beim ersten K\u00f6nigsschie\u00dfen RM 20 und beim n\u00e4chsten Sch\u00fctzenfest RM 80 ausgezahlt. W. P\u00fcllen jr. holte den K\u00f6nigsvogel mit dem 34. Schu\u00df herunter. Nach \u00d6ffnung des versiegelten Umschlages wurden 34 Sch\u00fcsse auf die im Umschlag befindliche Nr. 44 ausgez\u00e4hlt und Peter Hucklenbroich als 1. Sch\u00fctzenk\u00f6nig der Hubertus-Sch\u00fctzen ausgerufen. Der Sch\u00fctzenk\u00f6nig wurde mit Fackelzug zur Schwemmkaul geleitet.\u201c Vom 02. bis 04. Juli 1927 wurde das erste Sch\u00fctzenfest gefeiert. Gegen\u00fcber der Gastst\u00e4tte&nbsp;&#8222;Zur Schwemmkaul&#8220;&nbsp;konnte der in Eigenbau errichtete Scheiben-Schie\u00dfstand eingeweiht werden. Die Sch\u00fctzen richteten mit der Lehrerschaft der Schule erstmals den St. Martinszug aus und kauften daf\u00fcr die Kost\u00fcme f\u00fcr St. Martin und seine Begleiter aus der Sch\u00fctzenkasse. Eine Jungsch\u00fctzengruppe mit 23 Mitgliedern und ein Tambourkorps wurden gegr\u00fcndet. Im Jahre 1928 beschloss die Generalversammlung als \u00e4u\u00dferes Zeichen der Zusammengeh\u00f6rigkeit eine Vereinsfahne anzuschaffen, die auf der Vorderseite das Emblem des Heiligen Bischof Hubertus mit dem kreuztragenden Hirsch und auf der R\u00fcckseite die Inschrift: &#8222;Einer f\u00fcr Alle &#8211; Alle f\u00fcr Einen&#8220; tr\u00e4gt. Am 06. Mai wurde die neue Fahne unter gro\u00dfer Beteiligung der Bev\u00f6lkerung durch Pfarrer Miebach in der St. Barbara Kirche zu Reusrath geweiht. Zu diesem Anlass wurde auch die erste Festschrift der Vereinsgeschichte herausgegeben. 1936 teilte die geheime Staatspolizei mit, dass Sch\u00fctzenbruderschaften als kirchlich konfessionelle Vereine anzusehen waren und dass ein \u00f6ffentliches Auftreten nicht mehr erlaubt war. Entgegen diesem Verbot wurde dennoch im Juli das 5. Sch\u00fctzenfest in alter Form mit Festgottesdienst gefeiert. Die K\u00f6nigsw\u00fcrde errang Johann Wadenpohl mit seiner Gattin Helene. Das Patronatsfest wurde verboten, weil damit ein Gottesdienst und die Gefallenenehrung verbunden war. Trotzdem wurde der Gottesdienst, ohne Sch\u00fctzentracht, und eine Feier zu Ehren des Heiligen Bischof Hubertus durchgef\u00fchrt. Nachdem auch die f\u00fcr den St. Martinszug gesammelten und f\u00fcr die Schulkinder bestimmten T\u00fcten und Weckm\u00e4nner auf Anordnung der NSDAP durch die Polizei beschlagnahmt wurden, stellte die Bruderschaft ihr Eigentum sicher und ihre T\u00e4tigkeit bis auf weiteres ein. Dann brach eine Zeit herauf, die sich wie ein Schatten auf das Bruderschaftsleben legte und ihre Existenz bedrohte: Die Bruderschaft wurde formell aufgel\u00f6st, ihre f\u00fchrenden Mitglieder arbeiteten jedoch im Stillen weiter. Heinrich Krings wurde 1944 neuer Brudermeister. Am 15. April 1945 rollten amerikanische Panzer \u00fcber die Rheindorfer Stra\u00dfe. Die nationalsozialistische Diktatur fand damit ihr Ende.Das erstes \u00f6ffentliche Auftreten folgte zum Fronleichnamsfest. Die gro\u00dfe Beteiligung zeigte, wie sehr ein Ende des unheilvollen Krieges und der Diktatur herbeigesehnt worden war. Die erste Mitgliederversammlung nach dem Kriege fand im Jahr 1946 statt. Die Bruderschaft wurde von der britischen Milit\u00e4rregierung anerkannt. 1947 wurde der Name in&nbsp;St. Hubertus-Sch\u00fctzenbruderschaft&nbsp;ge\u00e4ndert. Im Jahre 1948, nach Durchf\u00fchrung der W\u00e4hrungsreform (Beginn der Deutschen Mark), betrug der Kassenbestand DM 22,30. Mit 20 Sch\u00fctzen nahm die Bruderschaft an der 700-Jahr-Feier des K\u00f6lner Doms teil. Das erste Sch\u00fctzenfest nach dem Krieg konnte die Bruderschaft im Jahr 1949 feiern. Das Ausschie\u00dfen der K\u00f6nigsw\u00fcrde war von der Milit\u00e4rregierung noch verboten, so da\u00df man sich entschlo\u00df, zur Ermittlung des K\u00f6nigs das Losverfahren durchzuf\u00fchren. Das Los fiel auf Hubert Cohnen, der damit Johann Wadenpohl nach 13j\u00e4hriger Regentschaft (1936-49) als K\u00f6nig abl\u00f6ste. Seit dem Jahr 1953 wird derjenige Sch\u00fctzenk\u00f6nig, der den K\u00f6nigsvogel herunterschie\u00dft; so ist es bis heute geblieben. Im Jahr 1958 wurde Johann Gladbach neuer Brudermeister. Erstmals nach dem Kriege konnte das Sch\u00fctzenfest 1959, nach 23 Jahren, wieder im Saale Schopen (Schwemmkaul) gefeiert werden; bis dahin bot er noch Fl\u00fcchtlingen eine Unterkunft. Am 29. Mai 1962 wurde die St. Sebastianus-Glocke aus der Mutterpfarre St. Barbara unter Begleitung des Tambourkorps und der Sch\u00fctzen von St. Hubertus und St. Sebastianus nach Gieslenberg geholt und dort auf dem Grundst\u00fcck aufgestellt, wo sie dann am 03. Juni die Feier zum 1. Spatenstich f\u00fcr die Kirche St. Gerhard einl\u00e4utete. Am 08. November 1964 wurden die f\u00fcr St. Gerhard bestimmten 5 Bronzeglocken geweiht. Die 4. Glocke ist dem Patron der St. Hubertus-Sch\u00fctzenbruderschaft gewidmet und tr\u00e4gt folgende Inschrift: &#8222;St. Hubertus, der ein Bischof war,bitte f\u00fcr die Junge M\u00e4nner Schar,die sich um Christi Thron gesellen,und sich der Not der Zeiten stellen.&#8220; Zu Weihnachten wurde die Kirche von Pfarrer Josef Ravens im Auftrag des Bischofs gesegnet und die erste Hl. Messe gefeiert. Von da an konnten alle Veranstaltungen rund um das Sch\u00fctzenfest (Gottesdienst, Schie\u00dfen, Abendveranstaltungen) vor Ort abgehalten werden. Seit 1969 finden die Sch\u00fctzenfeste j\u00e4hrlich statt. Josef Maus wurde von der Generalversammlung zum neuen Brudermeister gew\u00e4hlt. 1973 erfolgte der Eintrag der Bruderschaft ins Vereinsregister. Anfang 1974 wurde der Saal Schopen, \u00fcber Jahrzehnte unser Festsaal, geschlossen. Die Sch\u00fctzenfeste wurden vor\u00fcbergehend in einem Zelt gefeiert. Nachdem 1974 der neue Aussenschie\u00dfstand auf dem Gel\u00e4nde hinter der &#8222;alten Schule&#8220; fertig gestellt wurde, richtete die Bruderschaft im Jahre 1975 das Bundesfest des Bezirks Rhein\/Wupper-Leverkusen aus. Zum 50j\u00e4hrigem Jubil\u00e4um 1976 z\u00e4hlte die Bruderschaft 100 Altsch\u00fctzen und 39 Jung- und Sch\u00fclersch\u00fctzen. Mit gro\u00dfem Anteil an Eigenleistungen der Sch\u00fctzen wurde 1977 die Hubertushalle fertiggestellt. Seitdem ist sie unser neues Zuhause und alle Feste der Bruderschaft werden dort abgehalten. Walter Hartmann l\u00f6ste 1983 Josef Maus als Brudermeister ab; der wiederum 1989 das Amt an Rainer Maus abgab. Rainer Maus wurde somit zum 5. Brudermeister der Hubertussch\u00fctzen. 2001 wurde das 75j\u00e4hrige Jubil\u00e4um gefeiert. Nach Gesetzes\u00e4nderungen im Jahr 2006 durfte der Aussenschie\u00dfstand in der vorhandenen Form nicht mehr benutzt werden. Vorr\u00fcbergehend wurde f\u00fcr das K\u00f6nigsschie\u00dfen ein fahrbarer Schie\u00dfstand bei den Reusrather Sch\u00fctzen geliehen. 2007 stand ein F\u00fchrungswechsel bei den Hubertus-Sch\u00fctzen an: Nach 18 Jahren trat Rainer Maus nicht wieder zur Wahl des Brudermeisters an. Sein Nachfolger wurde Heinz-Dieter Markett. Der Umbau des Aussenschie\u00dfstand wurde fertig gestellt. Bei der Generalversammlung 2013 stand Heinz-Dieter Markett als Brudermeister nicht mehr zur Verf\u00fcgung. Brudermeister wurde Raimund Zimmermann. Bei der Generalversammlung am 19. M\u00e4rz 2016 wurde nach vielen vorausgegangenen Diskussionen eine Satzungs\u00e4nderung beschlossen: Von nun an k\u00f6nnen auch Frauen ative Mitglieder in der Bruderschaft werden.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-34","page","type-page","status-publish","hentry"],"featured_media_urls":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schuetzen-mehlbruch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/34","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schuetzen-mehlbruch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/schuetzen-mehlbruch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schuetzen-mehlbruch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schuetzen-mehlbruch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=34"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/schuetzen-mehlbruch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/34\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":35,"href":"https:\/\/schuetzen-mehlbruch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/34\/revisions\/35"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schuetzen-mehlbruch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=34"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}